Wattenscheider Tafel e.V.                   

 Adresse: Laubenstr. 19, 44866 Bochum      

Tel.: 02327 9916350 Fax 02327 309730   

 

 

Das Integrationszentrum versteht sich als integraler Bestandteil des Wattenscheider Tafel e. V., der sich in der Vereinshistorie schon sehr bald in Ergänzung zur „normalen“ und allseits bekannten Tafelarbeit entwickelt hat.

Seine ersten Spuren zeigten sich in dem steten Bemühen der Geschäftsführung ausländische Mitarbeiter sprachlich und hinsichtlich ihrer Arbeitshaltung, die nicht immer mit den in unserem Land herrschenden Vorstellungen übereinstimmte, in einer eher familiären und vertrauenerweckenden Atmosphäre zu fördern. So begann der Arbeitstag regelmäßig mit dem Lesen und Diskutieren der Tageszeitung, setzte sich fort in der Forderung nach Fleiß, Einsatzbereitschaft und Sorgfalt bei der Arbeit, begleitet von Respekt und Verantwortung füreinander und endete nicht selten bei geselligem Beisammensein nach getaner Arbeit. Auftretende Probleme konnten und können so bis heute rasch erkannt, kommuniziert und unbürokratisch behoben werden, sei es durch Hilfe bei der Arbeitssuche, bei familiären Problemen, Amtsgängen oder wenn Mitarbeiter von Abschiebung bedroht sind.

Von 2003 bis 2005 boten ehrenamtliche Pädagogen/innen, Sozialarbeiter/innen und Student/innen kostenlos Kurse in Deutsch als Fremdsprache an und unterrichteten zumeist Russisch sprachige Mitarbeiter/innen und anderweitig Interessierte. Seit 2005 ist der Wattenscheider Tafel e. V. bis heute ununterbrochen ein vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge anerkannter Träger für Integrationskurse. Hierin weisen wir innerhalb des Verbands deutscher Tafeln ein Alleinstellungsmerkmal auf. Getreu unseren Anfängen und unserer Devise der „Gelebten Integration“ verbinden wir das Lernen mit dem Leben und Arbeiten unserer Teilnehmer/innen. So unterstützen wir neben der „normalen“ Durchführung von Integrationskursen immer auch Programme zur arbeitsmarktpolitischen Einbindung und gesellschaftlichen Partizipation unserer Teilnehmer/innen und bieten auch anderen die Gelegenheit zur praktischen Erprobung ihrer Sprachkenntnisse bei der Tafelarbeit an.

Die Zusammenarbeit mit Menschen unterschiedlicher Interessen, Religionen und Kulturen ist für uns Herausforderung und Bereicherung. Als Abteilung einer gemeinnützigen Einrichtung beteiligen wir uns natürlich auch an der Entwicklung der Gesellschaft zur Überwindung herrschender Ungerechtigkeiten mit Hilfe der Verteilung des Überschusses an Bedürftige, zu denen zu über 90 % auch unsere Sprachkursteilnehmer/innen zählen. Wir übernehmen dabei eine besondere Verantwortung und beteiligen uns in den regionalen Netzwerken für Migration und Integration unserer Teilnehmer/innen. In deren Sinne kooperieren wir mit Beratungsstellen, Migrantenorganisationen, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Jobcentern sowie Agenturen für Arbeit und anderen Trägern. Zuverlässig und lösungsorientiert erfüllen wir die Erwartungen unserer Teilnehmer und Mitarbeiter, denen wir mit Wertschätzung und Offenheit begegnen. Wir fühlen uns verpflichtet, für sie den größtmöglichen Nutzen unter dem für sie geringst möglichen finanziellen Aufwand zu erzielen.

 

Gemäß den Richtlinien des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge vermitteln wir Wissen, fördern Potenziale und motivieren zur Eigeninitiative. Damit unterstützen wir die erfolgreiche Teilhabe unserer Teilnehmer/innen an der Lebens- und Arbeitswelt in Deutschland und erhöhen ihre Chancen nachhaltig erfolgreich zu sein.

 

Die Weiterentwicklung als Einrichtung geschieht unter Einsatz aller uns zur Verfügung stehenden Ressourcen: durch Landesmittel, die wir vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge beziehen, durch Spenden und sehr viel ehrenamtliche Arbeit, aber in völliger Unabhängigkeit von externen Investoren. Hierbei setzen wir auf Sparsamkeit und Rentabilität zur Stärkung und zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit unserer Sprachschule. Mit neuen Konzepten, einer breiten Angebotspalette und deren effizienter Umsetzung streben wir eine bedarfsorientierte und die Zukunft sichernde Bildungs-, Sozial- und Integrationsarbeit an. Durch regionale Einbindungen sowie vielfältige Kooperationen werden wir unser Netzwerk weiter ausbauen. Dadurch wird das Integrationszentrum des Wattenscheider Tafel e. V. als verlässlicher und lösungsorientierter Partner in Bochum und Umgebung stärker wahrgenommen und eingebunden.

 

Unser Qualitätsmanagement fußt maßgeblich auf einer kontinuierlichen Verbesserung der Leistungen. Wir verfolgen den Aufbau eines Systems zur Sicherung der Qualität nach § 178 Nr. 4 SGB III i. V. m. § 2 Abs. 4 AZAV. Allen Angeboten liegt ein didaktisch-methodisches Konzept zugrunde. Die Veranstaltungen sind auf Methodenvielfalt ausgerichtet. Jeder Arbeitsgang ist darauf ausgerichtet, die Lernerfahrung des Teilnehmenden so positiv und produktiv wie nur möglich zu gestalten. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer beginnt seinen Kurs mit einer persönlichen Beratung. Die vorhandenen Sprachkenntnisse werden schriftlich und mündlich getestet, das persönliche Lernziel wird definiert, jegliche Fragen werden beantwortet, und ein persönlich abgestimmtes Kursprogramm wird vorgeschlagen. Gelungenes Lernen bedeutet für uns die Erweiterung sprachlicher, persönlicher und sozialer Kompetenzen der einzelnen Lernenden sowie deren Umsetzung in Ausbildung, berufliche Tätigkeit und den alltäglich anfallenden Herausforderungen an sie. Daher beziehen sich diese Kompetenzen über die beruflichen Tätigkeiten der Lernenden hinaus auf die Partizipation am kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Leben unter Maßgabe unserer demokratischen Werte. Durch die Zusammenarbeit mit unseren Partnern optimieren wir ständig unsere Dienstleistungen, sodass wir die an uns gestellten Anforderungen jederzeit erfüllen. Unser Personal wird laufend fachlich und pädagogisch fortgebildet. Unser Integrationszentrum arbeitet mit engagierten, fachlich und erwachsenenpädagogisch qualifizierten Dozentinnen und Dozenten. Häufige Lehrerwechsel werden durch Festanstellung und Ein-Lehrer-System konsequent vermieden. Wir unterstützen die fachliche und didaktisch-methodische Fortbildung bei unseren fest angestellten Lehrkräften mit Hospitationen und kollegialer Beratung sowie mit Zusatzqualifikationen und Prüferschulungen. Neu beginnende Dozentinnen und Dozenten werden in ihre Tätigkeit eingeführt sowie über Änderungen der Rahmenbedingungen zur Durchführung von Integrationskursen informiert und zum regelmäßigen Austausch untereinander angeregt. Die Dozentenschaft steht stets im regelmäßigen, engen und intensiven Austausch mit der Einrichtung. Fehler stellen Verbesserungspotential dar und werden behoben durch das Erkennen und Abstellen der Ursachen. Helle und moderne Unterrichtsräume entsprechen den Bedürfnissen unserer Teilnehmer und ermöglichen eine angenehme Lernatmosphäre. In der Hilfe bei Problemen aller Art sehen wir einen wichtigen Schritt zur Befreiung der Teilnehmer/innen zum Lernen.

 

Wir hoffen durch unsere Angebote, Dienstleistungen und durch unser Engagement einen guten Einfluss auf die nachhaltige Bildung Einzelner und die positive Gestaltung unserer Region und der in ihr lebenden Menschen durch uns und ebendiese zu erreichen.

 

                                          

 

 

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